Geburtstagsgeschenk für Sarah
Letzen Dienstag saß ich mit Günni beim Preisschießen und er berichtete mir, dass er noch kein Geschenk für Sarah hat.
Stimmt nicht so ganz, er hatte zwar was gaaaaaaanz tolles, aber wegen Lieferschwierigkeiten brauchte er noch nen Überbrückungsgeschenk.
Ich war genau 0 Schritte weiter und hatte noch gar nix.
Beim Rumblödeln kam ich dann auf die Idee Sarah ein ganz besonderes GEBURTSTAGS-GESCHENK zu machen.
Günni grinste und meinte, das bringste nicht. Wenn du dich das traust gebe ich auch was dazu.
Will sich jemand etwas vor seinen Pflichten drücken??
Tja, was bei Marti McFly der: „du bist ne feige Sau“ Satz ist, ist bei mir „bringste nicht“
„Bringste nicht“ war der Grund für einen Feueralarm in der Schule.
„Bringste nicht“ ging auch dem unfreiwilligen Flug eines Stuhls aus dem 2. Stock voraus.
Und „Bringste nicht“ war hauptverantwortlich für meine grandiose Idee im Winter beim ersten Schneefall die Fenster des Klassenzimmers zu öffnen, und alle auf dem Schulhof stehenden Schüler zu motivieren mein Gesicht als Zielscheibe zu nutzen. Mich haben sie nicht getroffen, der Raum stand aber anfänglich unter Schnee, und zum Ende der Pause unter Wasser
Zurück zum GEBURTSTAGS-GESCHENK.
Ich ging also in die Stadt in einen „Geschenkeladen“ der besonderen Art.
Die Schaufenster waren verHEIßungsvoll dekoriert, verrieten dem Kunden zwar was er im Inneren zu erwarten hatte, gaben aber nur wenig über die wirklich interessanten Waren preis.
Ich schlenderte also ganz gemütlich hinein, war damit allerdings schon mal ein Exot, die meisten überschritten die Eingangsschwelle irgendwie gehetzt und wirkten wie Westsympatisanten auf der Suche nach einer Stasifreiezone .
Die dominierende Farbe im Laden war rot. Und es war warm und heiß, irgendwie.
Was ziemlich heiß war, war die Verkäuferin. Ihr war auch ziemlich warm, sie hatte sich schon ihr Oberteil ausgezogen und auch der kurze Rock passte nicht unbedingt zum Novemberwetter ihr aber dafür umso besser.
Ich begrüßte Sie mit einem freudigen Lächeln, und sie fragte gleich was sie für mich tun könne.
GRINS, ich hab dann nicht gesagt was ich dachte, sondern mich auf meinen Auftrag konzentriert, war gar nicht so leicht.
„ Ich brauche ein GEBURTSTAGS-GESCHENK “
„ Für wen denn“ säuselte sie verführerisch“ KONZENTARTION, was wollte ich doch gleich.
„ Für eine Freundin“
„Für ihre Freundin?“
Mein Chance zu vermitteln, dass ich solo und ein echt netter Kerl bin.
„Meine Freundin würde ich sowas wohl eher nicht schenken, das wäre ja als wenn sie mir ne Pizza bestellt statt für mich zu kochen“ „ Ähmm, bin sowieso noch auf der Suche nach der Richtigen“
Super, jetzt wusste sie, dass ich nen Arschloch bin, und auch noch chronisch untervögelt.
Ich erklärte ihr dann möglichst freundlich für wen ich das GEBURTSTAGS-GESCHENK kaufen wollte und an was für ein GEBURTSTAGS-GESCHENK ich da gedacht habe.
Sie führte mich dann in den ersten Stock.
Auf dem Weg gab es allerdings schon einiges zu entdecken. In der hinteren Ecke des Ladens erstreckte sich der eher literarische Teil. Bücher- bzw. eher Heftregale waren voller schmackhafter Lektüre.
Links daneben nochmal kulturelles Gut, die Filmabteilung konzentrierte sich thematisch zwar eher auch soziale Zwischenmenschliche Konflikte und Interaktionen aber die Titel und Cover waren abwechslungsreich und machten neugierig, wenn sich auch ein Fan der deutschen Sprache wie ich, etwas mehr Syntax bei der Titelvergabe gewünscht hätte.
Die Wand an der Treppe war ebenfalls voller GEBURTSTAGS-GESCHENK e.
Die überwiegend aus kautschukartigem Material hergestellten Utensilien waren in Form und vor allem Größe selbst für mich „grins“ beeindruckend.
Am Ende der Treppe wartete dann die „Schutzabteilung „ und eine etwas genervte, aber immer noch unheimlich geil aussehende, Verkäuferin die meinen abwesenden Blick mit Sicherheit falsch interpretierte.
Die Handschellen in allen Farben und Formen waren den Aufstieg ja schon mal wert.
Die Einwegprodukte für die Herren waren allerdings in einer unglaublichen Vielfalt vorhanden und versetzen mich in Stauen.
Das letzte Mal so erschlagen von einer abwechslungsreichen Produktplatte war ich in Amerika.
Damals…, ja damals war ich als Erdnussbutterfan Kai in die Staaten gereiste und war der festen Überzeugung den ultimativen Genussgipfel mit den deutschen creamy und crunchy Varianten bereits bestiegen zu haben. Doch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es hunderte, ach was sach ich, tausende von Sorten. In zig verschiedenen Konsistenzen wurden mir unendlich viele Geschmacksrichtungen präsentiert und das alles in kleinen und XXL Größen.
Genau wie die Produkte in diesem Regal.
Beim Anblick dieser Vielfalt überlege ich gerade ob ich es nicht irgendwie ein bisschen pervers sei in dieser Atmosphäre an Erdnussbutter zu denken, da fiel mein Blick auf eine Packung Schutzhülsen: und dort stand in großen gelben Lettern : XXL – wenn er wirklich so groß ist wie du glaubst.
Ich überlegte gerade ob ich die Verkäuferin frage, ob sie die auch als Familienpackung haben, da schossen mir 2 Gedanken durch den Kopf.
1. Familienpackung ist hier nen Scheiss Wort.
2. So wie sie guckt, kann ich mit Prahlerei auch nichts mehr retten.
Also brav weiter, ich bin ja schließlich hier um ein GEBURTSTAGS-GESCHENK zu kaufen.
Da stand ich nun vor meinem Ziel-Regal.
Verschiedenste Farben und Formen taten sich vor mir auf, einfach zweifach, ja sogar dreifach sollte man hier parallel dem Lustgewinn entgegen gleiten.
Der Einzige, dem ich entgegen glitt war Panik.
Es gibt Ikea Möbel die sich von Frauen aufbauen lassen, es gibt Samenbänke, und nun das hier.
Ich sah mein Ende vor mir, das Ende aller männlichen Antriebskraft, Kontrolle und Macht, das Ende der Männer, ich war am Ende der Evolution angekommen.
HILFE ich bin überflüssig. Aussozialisiert, vom technischen und medizinischen Fortschritt überholt und ausgesondert.
Meine weit aufgerissenen Augen bei diesen Gedanken wurden von der, hmmh die ist immer noch lecker, Verkäuferin natürlich völlig fehlinterpretiert. Ich glaub DER Zug ist abgefahren.
Okay KONZENTRATION, ich brauch ein GEBURTSTAGS-GESCHENK
Wenn ich schon mal hier bin und das Projekt Verkäuferin anbaggern aufgeben musste, kann ich mir wenigstens den Spaß machen und mich über alle technischen und funktionalen Details dieser und jener evolutionsverändernden Produktserie informieren.
Und so begann eine Konversation über Formen, Dauer, Geschwindigkeit, Ein und Austrittwinkel, Ladungen und Oberflächenbeschaffenheit.
Faszinierend. Das letzte Mal hatte ich diese Punkte in der Schule in einem völlig anderen Zusammenhang erörtert. Und dann soll nochmal einer sagen Mathe und Physik wären total weltfremd.
Völlig berauscht von diesem anregenden und vor allem erregenden Gespräch erzählte ich der Verkäuferin dann plötzlich davon, dass ich gerade beschlossen habe diese Erlebnisse in einem Text zu verarbeiten.
Von da an wandelte sich ihr Blick.
Leute euch sein eins gesagt: Poesie macht sexy!! Yeah.
Als erstes fragte sich mich noch einmal genauer für wen denn jetzt dieses GEBURTSTAGS-GESCHENK sei, und ich erzählte ihr blumig von Sara und Günni und sie freute sich mit mir und sagte sie hätte da ne spezielle Idee.
Sie empfahl mir gleich zwei Produkte, und um ihren Mühen den verdienten Respekt zu zollen kauft gleich beide.
Beim ersten meinte sie, dass man damit das leibliche Wohl des Geburtstagkindes auf erotische Weise steigern könne und auch ihr Freund davon massiv profitieren könne. Aha, sehr gut.
Produkt Nummer zwei wäre eher für den schnellen Einsatz zwischendurch zu empfehlen und könnte gut in jeder Handtasche mitgeführt werden, läge prima in der Hand , wäre sehr schnell einsatzfähig und hätte eine lange Lebensdauer.
Ich war begeistert, und die Verkäuferin inzwischen auch.
Sie gab mir zu verstehen sie hoffe, dass sich meine technische Neugier und meine Kreativität beim Schenken auch in anderen Bereich wieder finde, und schrieb mir ihre Nummer auf die Quittung.
Okay, steuerlich absetzen kann ich sie jetzt nicht mehr.
Hier endet Teil ein: Die Besorgung des GEBURTSTAGS-GESCHENK
Nun noch schnell ein kurze Schilderung der Übergabe:
-Sarah war inzwischen rot geworden und hatte Angst mein Geschenk zu öffnen.
-Ihre Eltern waren inzwischen rot geworden und hatten Angst, dass sie es gleich öffnet.
-Freunde und Bekannte waren inzwischen rot geworden und hatten Angst, dass sie es nicht öffnet.
-Mein noch Kumpel Günni war inzwischen rot geworden und hatte Angst aus der Nummer nicht heile rauszukommen, als er mich grimmig ansah, spürte ich diese Angst auch
-Ihr Großeltern waren inzwischen blass geworden, und ich hatte Angst, die Himmelstür könne sich noch heute Abend für sie öffnen.
Sarahs Neugier siegte über die Angst vor Peinlichkeit und Sorge um ihre Angehörigen.
Sie öffnete das Päckchen und entnahm
Nudeln in Penisform und ein Kugelschreiber