Kai Nesau – Poetry Slam, Lyrik und Lachen

Weltmeisterschaft 1945

Es war für die deutsche Mannschaft alles in allen ein aufreibendes Turnier.
Unter der Führung des neuen österreichischen Trainers wurde die deutsche Mannschaft zu einer knallharten Truppe ausgebildet.
Unwillige Spieler auf dem deutschen Feld wurden in spezielle Trainings-LAGER geschickt und aus dem Rest eine gnadenlose aber kopflose Mannschaft geformt.
Das Qualifikationspiel gegen Polen konnten die Deutschen dank eines schnellen Sturms für sich entscheiden. Die polnische Abwehr war überrascht und hatte zu diesem Zeitpunkt im Spiel noch nicht mit einem Angriff gerechnet.
Das deutsch-russische Freundschaftsspiel, das die beiden Trainer Hitler und Stalin im Vorfeld vereinbart hatten, ebnete den ruhmreichen Weg zum Sieg.
Die weiteren Qualifikationsspiele gegen Dänemark und Norwegen konnten gewonnen werden.
Gestärkt aus der Qualifikation hervorgegangen wurde der deutschen Truppe in der Vorrunde ein schweres Los zu Teil.
Gegen die Niederlande, Belgien, Frankreich und England ging es den Sieg zu verteidigen.

Während der deutsche Sturm Belgien und die Niederlande überrannte, stellte der Trainer nach gründlicher Analyse der französischen Verteidigung die Taktik um, und Griff über die Flügel an.
Frankreich wurde von den deutschen Angriffsketten vollständig überrollt.
Im Spiel gegen England geriet die deutsche Mannschaft erstmals in Bedrängnis und der Ball der Engländer flog viel zu häufig über die deutschen Köpfe in den Strafraum.
Erst in der Verlängerung konnten die Deutschen wieder zu ihrer Form zurück finden und errangen den Ausgleich.
Die gegnerische Mannschaft konnte zwar nicht besiegt und aus dem Turnier geworfen werden, doch ein weiteres Aufeinandertreffen wäre laut Spielplan erst im zum Ende möglich.

Der im Achtelfinale erwartete Sieg gegen Jugoslawien wurde dank Unterstützung der italienischen Fans mit Bravur eingefahren werden.
Auch das anschließende Viertelfinale gegen die Griechen konnte souverän gewonnen werden.
Die deutsche Mannschaft wollte nun den totalen Sieg des Turniers nach Hause bringen und begab sich voller Elan in das Halbfinale gegen die Sowjetunion..
Während der Sturm am Anfang noch gut voran kam wurden die Angriffe zur Mitte des Spiels immer häufiger erwartet und es kam zu einer Pattsituation.
Auch die motivierende Rede von Co Trainer Goebbels konnte die Mannschaft nicht weiter nach vorne bringen, so dass eine erschöpfte deutsche Mannschaft in die Verlängerung musste.
Auch hier zeigten die die sowjetische Truppe deutlich mehr Geschick und rettet die Situation bis zum finalen Elfmeterschießen.
Die harten Wetterbedingungen hatten die deutsche Mannschaft inzwischen arg in Mitleidenschaft gezogen und demotiviert.
Die sowjetische Mannschaft wurde mit sinkenden Temperaturen immer agiler und ließ die deutschen mit präzisen Schüssen am Ende alt aussehen, so dass sie stolz ins Finale einzog.

Doch die Mannschaft der Herzen wollte ihrem Trainer beweisen, dass man sich mit einem Sieg aus dem Turnier verabschieden kann, und im Spiel um Platz drei das Vertrauen der deutschen Fans wiedergewinnen.
Im anderen Halbfinale konnte sich die Amerikanische Mannschaft gegen die Engländer durchsetzen und so kam es zum großen Finale USA gegen die Sowjetunion.
Vorher mussten aber noch der dritte Platz ausgefochten werden.

Unter Leitung eines israelischen Schiedsrichters begann das Spiel in Berlin.
Die wenigen italienischen und japanischen Fans die den Deutschen beistanden konnten sich im Stadion der Entscheidung nicht gegen die Übermacht aus sowjetischen, englischen, französischen und amerikanischen Fans durchsetzen.
Die Engländer hatten aus der Vorrunde gelernt und sich inzwischen Tipps beim Finalisten Amerika geholt, so dass die Fehler nicht wiederholt wurden.
Der Englische Sturm flog einen Angriff nach dem anderen über die deutsche Abwehr, und die Einschläge im deutschen Tor nahmen der Mannschaft und den Fans alle Kraft der Gegenwehr.
Auch der Vorwurf der Schiedsrichter sei parteiisch gewesen konnte an dem desaströsen Ergebnis der deutschen Abwehr nicht rütteln.

Der deutsche Trainer räumte kurz nach dem Abpfiff seinen Posten, und auch sein Kompetenzteam wollte sich der Kritik der Gegner nicht aussetzen und versuchte zu entkommen.
Einige bekamen bezüglich ihres Fehlverhaltens auf der anschließenden Pressekonferenz in Nürnberg die Konsequenzen zu spüren.

Das Finale zwischen der Sowjetunion und Amerika entwickelte sich zum längsten Spiel aller Zeiten.
Nach einer spannenden Hauptspielzeit und einer ausgeglichenen Verlängerung kam es schließlich zum Elfmeterschießen.
Es konnte allerdings kein Sieger ermittelt werden, so dass sich das Gerangel um einen Sieg bis Ende 1989 hinzog.
In diesem inzwischen als kaltes Spiel bezeichneten Finale wollte einfach kein Tor fallen, so dass schließlich das Tor fiel, und man sich auf ein Remis einigte.
Eine Wiederholung dieses Turnier wurde wegen der zahlreichen Verluste im Verlauf der Spiele von allen Beteiligten ausgeschlossen, zum Glück!!!!