Kai Nesau – Poetry Slam, Lyrik und Lachen

Nicht allein

 

 

Wenn ich auf dem Weg des Lebens gehe,
und den Weg als das Ziel sehe,
dann genieße ich jeden Schritt.
Sobald ich mich dann drehe
und auf meine Spuren sehe,
weiß ich, es ging immer wer mit.
Dann spürte ich eine Nähe,
die ich fühle, nicht sehe.
Und ich laufe mit festem Tritt.

 

Und die Nähe sie sprach:
„Immer ruhig und gemach,
der Weg ist noch steinig und lang.“
Und ich fragte nach,
wer sie ist und sie sprach:
„Bin die Erfahrung auf deinem Gang.“
Ich lachte und versprach:
„Dir folge ich nach.“
doch sie sagte mit mahnendem Klang:

 

„Ich entbinde dich nicht
von deiner Pflicht
über alles in Ruhe zu denken.“
„Denn bei näherer Sicht,
bin ich nicht,
in der Lage alles zu lenken.“
„Ich bin dir ein Licht,
bei schlechter Sicht,
aber mehr kann ich dir nicht schenken.“

 

Das sollt es sein
die Entscheidung allein
zu treffen über den Weg?
Die Welt groß und ich klein,
welche Richtung ist mein,
aber Angst ist kein Sakrileg.
Mut strömt herein
lässt aufs Schicksal sich ein,
und merke worauf ich den Wert leg.

 

Drum gehe ich jetzt weiter,
bin trotz Ängsten heiter,
ich bin hier nicht allein.
Seh mich als Reiter
auf der Erfahrung, und scheiter
ich mal, dann soll es so sein.
Ich bin gerne der Leiter,
lasse los, es geht weiter,
wenn die Liebe sich langsam schleicht ein.