Kai Nesau – Poetry Slam, Lyrik und Lachen

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Sah-Tier will Präsident werden


Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Fiktion an die Macht, eine Devise der schon lange in Berlin gefrönt wird, mit fiktiven Ideen und Versprechen geht es ganz nach oben, und wenn man erst mal auf den Stühlen der Macht Platz genommen hat, kann einem keiner mehr auf den Kopf spucken.

Keiner?? Nicht ganz El Presidente dient in unserem Rechtsstaat dazu, Kanzler und Konsorten die Meinung zu sagen und Ihnen ab und zu in die Suppe zu spucken. Dass Frau von der Leyen als Powermutti kochen kann, und ihrer Lehrerin Angela nur Schmackhaftes serviert ist wohl jedem klar, und deshalb bleibt dem gemeinen Bürger wohl nichts weiter übrig als zuzuschauen, wie sich die Obrigkeit ihr eigenes Präsidenten-Süppchen kocht.

Schade, ein bissiges kritisches “Etwas”, ohne jegliche juristische greifbare Präsenz wie das Sah-Tier, wäre an der Spitze unseres Staates zumindest eine unerwartete Abwechslung gewesen.

Während hierzulande das Loch, welches Herr Köhler in die starke Abwehr unserer Regierung gerissen hat das Volk beschäftigt und die Presse nur so vor Spekulationen sprudelt, sprudelt das schwarze Gold weiter vor Amerikas Küste. Dort wandelt es diese in bizarre Glitzerwelten, während man von BP immer wieder vorsichtig optimistische Einschätzungen hört, die sich am Ende doch wieder in ölgemalte  Scheisse verwandeln.

Wie kann man in so einer Welt seine Weltfriedensenergien nur noch gewinnbringend verarbeiten??
Buchen sie doch einfach eine Erlebniskreuzfahrt mit Gaza Lines. Zusammen mit anderen Touristen reisen Sie fernab jeglicher Logik in spannende Gewässer um dort von den ewig Leidenden und Verfolgten mal so richtig eins auf die Rübe zu kriegen.  Jetzt schauen alle in den Nahen Osten, aber geholfen hat  es keinem. Angegriffene verteilen sich wieder in die Welt und zeigen mit erhobenem Finger auf Israel, diese fühlen sich im Recht und wissen beim Blick auf ihr Vergangenheit-Mitleidskonto zwar, dass sie das Budget langsam überreizt haben, aber angesichts von Milliarden Minus-Beträgen im Rest der Welt hält auch dieses Konto noch so einiges aus.

Das Sah-Tier isst Giros


Sonntag, Mai 9th, 2010

Das Sah-Tier isst Giros, in diesen Tagen muss man sich solidarisieren.
Als das Zahlen der Rechnung mit den Worten: “Bei über 20 Miliarden Hilfe, muss ja wohl nen Gyros für lau drin sein” kommentiert wurden, warf man es aus dem Laden.
Man gut, das nicht alle Europäer ungezahlte Rechnungen mit einem Rauswurf beantworten.

“Wir schaffen das schon” lautet das Motto. Europa ist stark, und Deutschland hat eine Zukunft.

Mit dieser Vision im Hinterkopf das deutsche Nachtleben zu erbobern war allerdings die falsche Entscheidung.
“Du bist Deutschland” hieß es noch vor einigen Jahren über die Flimmerkiste.
“Du bist Scheisse” heißt es heute bei Betrachtung der nachwachsenden Bildungselite.
Fernab jeglicher Natürlichkeit findet sich die Zukunft unseres Landes am Wochenende in dunklen kleinenRäumen ein, um dort bei innerhalb der Feinstaubzonen bei künstlichen Feinstaub zu künstlichen Liedern künstliche Bewegungen zu zelebrieren.  Tongebend sind hier internationale Beats gepaart mit Sprache, deren Inhalt sich um ca 5 Wörter dreht. Aus Baby, World, Love, Move und Dance lassen sich ausreichend inhaltliche Varianten bilden, um die Kraft von Morgen über mehrer Stunden zu bündeln.
Wer erlebt hat wozu durchaus auch junge Menschen mit Hilfe von Fantasy, Kreativität und Sprache fähig sind, bezweilfelt, dass es sich bei den zappelnden Humanoiden um die selbe Spezies handelt.

Nach dem dem Zusammentreffen mit der Realität war das Sah-Tier durchaus bereit seinen persönlichen Teil zur Rettung der Akropolis zu leisten. Bei Betrachtung seiner Mitmenschen war Eigeninitiative wohl der einzige Weg.

Das Sah-Tier sah nüscht.


Freitag, April 16th, 2010

So gar nix zu sehen reckt man seinen Blick gen Himmel.
Während am südlichen Ende der EU alles bergab geht, und die anderen Staaten sehnsüchtig darauf warten endlich ihre Portmonaies über Griechendland auszukippen, geht im hohen Norden ein Berg ab, und zwar mit gewaltigem Knall.

Vor einem halben Jahr schwebte die schwarze Wolke aus Anleihen- und Aktienkurs-Asche noch über Islands Haushalt und jetzt nimmt sie direkten Kurs auf den Rest von Europa.  Das Land fühlt mit den Passagieren und die Hotelbetreiber reiben sich die Hände, nur auf die armen Fluglotsen schaut keiner, die dieser Tage doch mit einem grandisoens Streik den Flugverkehr lahm legen wollten.  Tja war die Natur wohl mal wieder schneller.
Mein Tipp: Synergieeffekte nutzen. Jetzt streiken und bei Schadensersatzansprüchen, alles den Isländern in die Schuhe schieben.

Und wie bereits erwartet sind weitere Soldaten in Afgahnistan gefallen.  Doch statt jede Woche einen Staatsakt bei diversen Soladatenbegräbnissen abzuhalten, hält Theo lieber Händchen und übt sich als Stewart beim Rückflug der verletzten Soldaten.  Immerhin er gibt sich Mühe, und bei allem Spott, seinen Job möchte ich im Moment auch nicht haben.
Dann lieber übergewichtig in der SPD Parteizentrale sitzen und die weiße Friedensfahne in den Wind hängen, unterstützt von ordentlich heißer Luft.   Schönen Gruß Herr Gabriel, wenn ihr Machtversuch in Berlin nicht enden soll wie in Niedersachsen habe ich einen heißen Tipp: Agieren statt Reagieren.

Auf der anderen Seite des Altantik traf sich eine internationale Delegation und diskutierte eifrig über die Gefahr der Atomwaffen und internationale Abrüstung.
Ergebnis: Kein Atommüll für Terroristen. TOLL!!!!!!!!!!

Wünsche allen ein schönes Wochenende, und wer Samstagabend zwei Daumen frei hat, möge diese doch heftigst für Hannover oder gegen Bayern München drücken!!!

Das Sah-Tier sucht (faule) Eier


Freitag, April 9th, 2010

Was soll man an Ostern auch sonst machen und weit brauchte man nicht blicken.

Im Hindukusch kommen deutsche Soldaten bei Gefechten ums Leben, und da wir ja alle weiterhin so tun als wäre das eine Friedensmission im Nachbardorf sind alle plötzlich ganz perplex.  Doch wie erwartet gibt es Beileid statt Beistand und in einer kleinen Kiche in Niedersachen stehen plötzlich Kanzlerin, Verteidigungsminister, Ministerpräsident und 900 Soldaten vor der Tür uns trauern um die gefallen Kameraden, während sich ihre Kollegen in Afghanistan weiterhin in “etwas schwierigen” Umständen befinden.    Frage nach oben: Wieviele Soldaten-Beerdigungen werden Sie noch persönlich besuchen bevor Tote zum Alltag und Krieg in ihren Wortschatz gehören??

In Deutschland klagen die ausbildenden Betriebe laut über die Qualität des  Nachwuchses.  Bei der Investition in nachwachsende Rohstoffe wurde der eigene Nachwuchs wohl irgendwie vernachlässigt.  Moderne Erziehungsmethoden bei denen freie Entfaltung als höchstes Gut angesehen wird liegen noch voll im Trend, und Mütter die ihrem Kind im Supermarkt einen Klaps auf den Hintern geben werden wegen Misshandlung angezeigt. Produkt dieser jeglichem Darwinismus widersprechenden Entwicklung sind freie junge Menschen,  die Regeln als Empfehlung ansehen, Autoritäten als veraltete Erfindung des Establishment und deren Literaturinteresse nach 160 Zeichen aufhört.

Im nahen Osten hingegen findet ein von MILLIONEN verfolgter Wettsteit von Poeten und Dichtern statt und mit gesellschaftskritischen Texten schafft es in der männlich dominierten arabischen Welt eine Poetin auf den dritten Platz und richtet somit den Blick vieler anderer Länder auf die Probleme ihres Landes. Auch so kann Poesie funktionieren,  mein Respekt geht heute deshab ganz klar an Hissa Hilal.

Das Sah-Tier sah….


Freitag, März 26th, 2010

… zurück in die letzte Woche.

Unter dieser Rubrik gibt es von mir für euch einen kleinen Rückblick auf das aktuelle Weltgeschehen.

In Hannover bebt die Oper und Wortakrobate brechen Zungen, Herzen und sämtliche Poetry Slam Rekorde bei einem der größten Einzel-Slams der deutschen Poetry Slam Szene.

In Griechenland freut man sich über die Zuneigung der anderen Staaten, und obwohl außer heißer Luft und kalter Worte noch kein einziger Euro geflossen ist, sieht man gute Chancen den Staatshaushalt zu sanieren. Glaube versetzt Berge, notfalls auch die Akropolis.

Im Vatikan wird auch geglaubt und weiter hinter verschlossenen Türen debattiert und der Hirte sieht die Wölfe zwischen seinen Schäfchen nicht. Stattdessen sitzt man die Sache lieber aus, schreibt Briefe an die Iren und übt sich in allgemeiner Gelassenheit. Statt Inquisition und Meucheln von Ungläubigen gibt es jetzt Erektion und streicheln von Gläubigen.

Mein Held der Woche Lawrence Murphy, Priester aus den USA, inzwischen verstorben. Er gründete 1950 eine Wohlfahrtstiftung für über 200 gehörlose homosexuelle Jungendliche. Wer nicht öffentlich zu seinen Neigungen stand konnte durch Murphy´s Stift die Absolution erhalten, geduldet durch den Heilligen Vater und einen seiner Kardinale. Man muss nur mit den richtigen Menschen verkehren.

Am anderen Ende der Welt streiten sich junge Pioniere mit alten Besserwissern nicht darum wer den Größten, sonders diesmal wer den Schnellsten hat. Der Silber-Graue Pfeil von Michael fährt den jungen Bullen aber immer noch artig hinterher. Und ob die fürstliche Entlohnung nur vorhandenes Kapital erhöht oder eine notwendige Finanzspritze ist, weil  für den ein oder anderen deutschen Rennpensionär der Börsencrash schneller als ein Formeleinswagen kam, ist reine Spekulation.
Und nicht zu vergessen, die Formel 1 wird grüner!!!!   Öko auch im Rennsport, Spritsparen dank Tankverbot. So schont man die Umwelt!!  Beide grünen Daumen hoch.!!

Und nicht zu vergessen die über Hundert Afghanen, die ihren Al Quaida Mitgliedsausweis zu Haus vergessen hatten und so als zivile Opfer der deutschen Opposition reichlich Zündstoff für ihre Kettensägen geben,  mit deinen eifrig am Stuhl von Herrn Gutenberg gesägt wird.
Taktisch unklug Herr Gabriel, Herr Jung hätte als Arbeitsminister schon von ganz alleine für echte Kritik gesorgt, und der einzige echte Konkurrent für Theo hat Ihnen schon einmal erfolgreich die Stirn geboten, bietet Ihnen aber wenig Futter für Diffamierung. Wir Hannoveraner sind halt die Besten!!

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende

Kai Nesau