Kai Nesau – Poetry Slam, Lyrik und Lachen

Archive for Juni, 2010

WM Lyrik


Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Das original von Schiller ist um einiges länger ;-)

Das Lied von der Vuvuzela

©Kai Nesau

Festgemauert in den Erden,
steht der Sieg für unser Land.
Ja, Weltmeisters woll´n wir werden.
Fahnen schwenken in der Hand.
Von der Ferne heiß,
höre ich nur Scheiss.
Lautes Dröhnen, kann´s nicht loben,
Kommt von hinten, unten, oben.

Den Titel wollen wir bereiten,
und hierzu singen deutsches Wort,
und musikalisches es begleiten,
doch ist der Rhythmus leider fort.
So lasst uns doch genau betrachten,
woher denn dieser Lärm entspringt.
Man kann die Quelle nur verachten,
die uns diesen Krach einbringt.
Was ist es, das uns verunzieret?
Und bringt uns fast um den Verstand,
dass man so richtig Wut verspürend:
die Vuvuzela in der Hand.

Blieb sie doch bei eurem Stamme,
nicht ins Stadion, lasst es sein.
Sonst stehn sie bald all in Flamme,
man lässt sie mehr nicht hinein.
Vuvuzels schlagt zu Brei,
schnell den Fangesang herbei.
Dass die dröhnend laute Scheise,
werde endlich wieder leise.

Sah-Tier will Präsident werden


Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Fiktion an die Macht, eine Devise der schon lange in Berlin gefrönt wird, mit fiktiven Ideen und Versprechen geht es ganz nach oben, und wenn man erst mal auf den Stühlen der Macht Platz genommen hat, kann einem keiner mehr auf den Kopf spucken.

Keiner?? Nicht ganz El Presidente dient in unserem Rechtsstaat dazu, Kanzler und Konsorten die Meinung zu sagen und Ihnen ab und zu in die Suppe zu spucken. Dass Frau von der Leyen als Powermutti kochen kann, und ihrer Lehrerin Angela nur Schmackhaftes serviert ist wohl jedem klar, und deshalb bleibt dem gemeinen Bürger wohl nichts weiter übrig als zuzuschauen, wie sich die Obrigkeit ihr eigenes Präsidenten-Süppchen kocht.

Schade, ein bissiges kritisches “Etwas”, ohne jegliche juristische greifbare Präsenz wie das Sah-Tier, wäre an der Spitze unseres Staates zumindest eine unerwartete Abwechslung gewesen.

Während hierzulande das Loch, welches Herr Köhler in die starke Abwehr unserer Regierung gerissen hat das Volk beschäftigt und die Presse nur so vor Spekulationen sprudelt, sprudelt das schwarze Gold weiter vor Amerikas Küste. Dort wandelt es diese in bizarre Glitzerwelten, während man von BP immer wieder vorsichtig optimistische Einschätzungen hört, die sich am Ende doch wieder in ölgemalte  Scheisse verwandeln.

Wie kann man in so einer Welt seine Weltfriedensenergien nur noch gewinnbringend verarbeiten??
Buchen sie doch einfach eine Erlebniskreuzfahrt mit Gaza Lines. Zusammen mit anderen Touristen reisen Sie fernab jeglicher Logik in spannende Gewässer um dort von den ewig Leidenden und Verfolgten mal so richtig eins auf die Rübe zu kriegen.  Jetzt schauen alle in den Nahen Osten, aber geholfen hat  es keinem. Angegriffene verteilen sich wieder in die Welt und zeigen mit erhobenem Finger auf Israel, diese fühlen sich im Recht und wissen beim Blick auf ihr Vergangenheit-Mitleidskonto zwar, dass sie das Budget langsam überreizt haben, aber angesichts von Milliarden Minus-Beträgen im Rest der Welt hält auch dieses Konto noch so einiges aus.