Das Sah-Tier sucht (faule) Eier
Was soll man an Ostern auch sonst machen und weit brauchte man nicht blicken.
Im Hindukusch kommen deutsche Soldaten bei Gefechten ums Leben, und da wir ja alle weiterhin so tun als wäre das eine Friedensmission im Nachbardorf sind alle plötzlich ganz perplex. Doch wie erwartet gibt es Beileid statt Beistand und in einer kleinen Kiche in Niedersachen stehen plötzlich Kanzlerin, Verteidigungsminister, Ministerpräsident und 900 Soldaten vor der Tür uns trauern um die gefallen Kameraden, während sich ihre Kollegen in Afghanistan weiterhin in “etwas schwierigen” Umständen befinden. Frage nach oben: Wieviele Soldaten-Beerdigungen werden Sie noch persönlich besuchen bevor Tote zum Alltag und Krieg in ihren Wortschatz gehören??
In Deutschland klagen die ausbildenden Betriebe laut über die Qualität des Nachwuchses. Bei der Investition in nachwachsende Rohstoffe wurde der eigene Nachwuchs wohl irgendwie vernachlässigt. Moderne Erziehungsmethoden bei denen freie Entfaltung als höchstes Gut angesehen wird liegen noch voll im Trend, und Mütter die ihrem Kind im Supermarkt einen Klaps auf den Hintern geben werden wegen Misshandlung angezeigt. Produkt dieser jeglichem Darwinismus widersprechenden Entwicklung sind freie junge Menschen, die Regeln als Empfehlung ansehen, Autoritäten als veraltete Erfindung des Establishment und deren Literaturinteresse nach 160 Zeichen aufhört.
Im nahen Osten hingegen findet ein von MILLIONEN verfolgter Wettsteit von Poeten und Dichtern statt und mit gesellschaftskritischen Texten schafft es in der männlich dominierten arabischen Welt eine Poetin auf den dritten Platz und richtet somit den Blick vieler anderer Länder auf die Probleme ihres Landes. Auch so kann Poesie funktionieren, mein Respekt geht heute deshab ganz klar an Hissa Hilal.