Kai Nesau – Poetry Slam, Lyrik und Lachen

Auf der schwarzen Galeere…….


Mittwoch, April 20th, 2011

… geht es wieder los.

Die Ostertour steht vor der Tür.

Los geht es morgen beim Poetry Slam “Macht Worte” in der Faust in Hannover Linden, dann ab nach Lemgo zum Katze Slam, zurück nach Lehrte auf die offene Bühne und Sonntag bei Lust und Laune noch nach Langenhagen.

An Bord sind die Wortpiraten Sebastian Butte, Kaddi Cutz, Egon Alter, Sascha Delitzscher und meine Wenigkeit Kai Nesau. 6 Platz wird kurzfristig noch umbesetzt, mal sehen wer noch ein Ticket löst.

Infos von unterwegs gibt es zeitnah hier zu lesen.

Sträter und Salmen, Premiere eine Lesebühne in Wuppertal


Freitag, März 25th, 2011

24.3.2011

Es war ein beschwerliche Reise, über das niedersächsische Flachland durch die Mittelgebirge Nordrhein Westfalens , über die Ruhr bis an die Wupper, ABER dieses literarisch musikalische Spektakel war die Pilgerfahrt allemal wert.

Es zog mich zur Premiere der ersten Lesebühne von Patrick Salmen und Torsten Sträter.

Empfangen wurde ich in einer düsteren Seitenstraße Wuppertals von einem frisch gestutzten Salmen im trendsicheren Holzfällerhemd, stilistisch macht der Mann keine Kompromisse.  Ihm war eine gewisse innere Unruhe anzumerken und dies hatte, wie ich kurze Zeit später erfuhr, leider weniger mit meinem Erscheinen zu tun. Ja es ist wahr, unserem deutschen Poetry Slam Meister, der sonst so besonnen und ruhig wie ein Fels in der japanischen Brandung strahlt ging der Arsch auf Grundeis, Premierenfieber!!

Herrn Sträter war zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Unruhe anzumerken, was möglicherweise auch daran lag, dass er 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung noch nicht vor Ort war.

Um dem intellektuellen Anspruch gerecht zu werden, begann dann pünktlich um 20:00 c.t. die Premiere der schon in Patrick Salmens Buchklappentext angekündigten Lesebühne, der Traum wurde endlich wahr.

Mit rund 50 zahlenden Gästen war die Shakespeare Akademie gut gefüllt und ein gespanntes Publikum lauschte der Anmoderation eines sich langsam entspannenden Salmen, der dabei fleißig den Rücken durch den weiterhin von der Couch moderierenden  Torsten Sträter gestärkt bekam.

Dieser begann seine verbale Präsenz gekonnt sitzend in Szene zu setzen und konnte bei beginnendem Team Text mit Herrn Salmen lange nicht aus dessen Schatten hervortreten, fairerweise sei aber gesagt, dass dies weniger fehlendem Charisma  als einer ungünstigen Beleuchtungssituation geschuldet war.

Wer nur gekommen war ,um proletarische Pottpoesie zu hören, wurde von der Vielfalt der dargebotenen Künste sicherlich angenehm überrascht.

Neben GYROS -Bannern hinter Flugzeugen eines schreibschwachen Verflossen, der mit seinem richtungsverkehrten „Sory G.“- Ruf wenig bewirken konnte, der wurde dem Zuhörer der Unterschied zwischen Jambus und Nimbus ebenso klar, wie die Tatsache, dass sich Hells Angels wenig von Diddl-Briefpapier locken lassen.

Lyrisch und ernst wurde Patrick Salmen bei einem nächtlichen Blick über  die Dächer, bei dem die Fantasie des  zwischen Kronkorken und Silvesterraketenleichen liegenden Erzählers  Kräne zum Diebstahl von Kopfbedeckungen nütze, und das Publikum durch bild- und wortgewaltige Erzählung mit klassischer Patrick-Salmen-Erzählstimme in eine andere Welt entführte.

Diese Stimme versuchte Torsten Sträter recht beeindruckend zu imitieren als im zweiten Teil des Abends untereinander Texte getauscht wurden, was  sowohl bei den Poeten als auch beim Publikum für reichlich Stimmung sorgte.

Für die nachdenklichen ruhigeren Töne sorgte vor allem auch die Gastautorin Anke Fuchs aus Köln,

mit klarer Stimme und starken Texten zeigte sie schnell, dass Bühnenpräsenz  auch ohne Performancezutaten das Publikum beindrucken kann. So bekam der Zuhörer einen Eindruck in ihr gerade erschienenes Hörbuch, auf dem elf Titel  das gesprochene Wort gekonnt in Szene setzen.

Neben einem Text über  das Missverstehen von Nähe in Alltagssituationen blieb vor allem auch eine Hommage an Kurt Tucholskys „Augen in der Großstadt“  in Erinnerung. Erst trug sie beindruckend authentisch das Original des verstorbenen Künstlers vor, um dann ihre eigene Version in den Gehörgängen des Publikums zu platzieren.

Begleitet wurden die drei westdeutschen Wortkünstler von dem russischen Pianisten Igor Parvenov, der mit klassischer Musik und einem Fingergeschick, welches sämtliche Wortspiele in den Schatten stellte, die Veranstaltung auf beeindruckende Weise unterstützte und abrundete.

Das Publikum konnte sich zwischendurch immer wieder aktiv an der Gestaltung des Abends betteiligen, wenn Patrick Salmen tiefe Einblicke in seine querdenkenden Hirnwindungen bot und Städte bzw. Länderrätsel in assoziative Wortspiele umwandelte.  So wurde dann gemeinsam nach der Aussage der zitronenschälenden Flugbegleiterin zum Piloten gesucht: Ich schäl, sie landen (Chelsea-London), oder der Heranwachsende, der von seinem Vater nur noch in fernöstlicher Währung bezahlte wurde, man gab dem argen Teenie Yen  (Argentinien). Diese Interaktion lockerte die entspannte Atmosphäre auf und so wurde der Zwischenruf eines Zuhörers  über seine aus finanziellen Gründen nicht vorhandene Waschmaschine sofort aufgegriffen. So erfuhr das gesamte Publikum, warum er bis halb elf bei seiner Tante in der Firma seine Wäsche abholen musste, und ist ebenfalls um das Wissen reicher, dass die Wäsche dort nicht gebügelt wird und Torsten Sträter lieber neue T-Shirts kauft, statt alte zu waschen.

Die Reise hat sich gelohnt. Weitermachen!!!

©Foto: Sina Lübcke

Ei gugge mal doa…


Montag, Dezember 13th, 2010

…für alle Lesefaulen gibt es jetzt was auf die Ohren und Augen.
In der Kategorie “Videos” findet ihr einige Mitschnitte von Auftritten.

(Auf)Räumungsdienst


Mittwoch, Dezember 8th, 2010

Beim Schneefegen habe ich gleich mal Schippe und Besen durch diese Webseite gescheucht und ein wenig aufgeräumt.
Die Bereiche Bilder, Lyrik, Slamtexte, Rest, Kulturtipps und Termine wurden auf den neustens Stand gebracht und mit einigen Werken ergänzt.
Viel Spaß beim Lesen

Zurück an einem Stück


Dienstag, Dezember 7th, 2010

Kurzes Update.

Am gestrigen Montag ging es voll freudiger Erwartung zurück in die Heimat.
Es gab keinen Schnee, keinen Sturm und keine unangenehmen Überraschungen.

Lediglich ca 30km vor dem Ziel konnte ich meinen Hunger nicht merh Unterdrücken und steuerte wider beseren Wissens ein Schnellrestaurant an.
Die Bestellung hab ich dann schnell aufgegeben, schnell bezahlt, und  dann über 10 Minuten auf meinen Burger gewartet.
Krönender Abschluss war dann, dass die die Auffahrt, die ich vorher als Abfahrt genutzt habe gesperrt war, und ich dank ewig langer Umleitung mit 30 Minuten Verspätung zuhause eintraf.

Ende gut, alles gut.

Drüben auf Rügen, oder ich HASSE Schnee


Sonntag, Dezember 5th, 2010

Es sollte ein entspannter Rügen Trip werden.
4 Tage frische Luft, Sauna und White Russian.

Jetzt sitze ich hier in Rügen am Küchentisch und kann bemerken, dass sowohl frische Luft, Sauna und White Russian in reichlichem Umfang vorhanden waren, das Ganze wurde aber schwer erkämpft.

Beginnen wir doch aber chronologisch am Anfang der Odyssee.
Mittwoch 14 Uhr Start in Hannover.
Nach 10km auf der Autobahn war klar, die Heizung ist eingefroren. Bei bis zu -10 Grad keine Chance auf Hilfe durch Umgebungswärme, also tapfer nach Magdeburg in der vagen Hoffnung den Gott des Frostes gnädig stimmen zu können. Nix da, nach 150km bei -3 Grad im Auto wurde mir klar, dass die Entscheidung eine lange Unterhose zu kaufen zwar meine Attraktivität beim anderen Geschlecht herunter setzen würde, aber immerhin verhinderte sie ungewollte Eiszapfenbildung.

17:00 Ankunft Magdeburg:
Ab in den nächsten Baumarkt, Katalytofen in den Bulli gestellt, Yeah es ist warm. Truppe eingeladen weiter geht die Reise. Was man bei weiterem Lesen des Berichtes immer im Hinterkopf halten muss, ist dass die „Truppe“ neben zwei Kerlen und zwei Frauen auch noch aus einem 6 Monate alten Baby bestand.

20:30 Zwischenstopp in Berlin,
Info aus Rügen: “Es schneit, ich glaube nicht, dass ihr da durchkommt. ” Wäre ja noch schöner, wenn ich mir als Kind des niedersächsischen Flachlandgebirges Tipps von einem Rügener geben lassen, der hat doch keine Ahnung. Hannover Power unterm Arsch ( VW Bulli Bj 83) und am Steuer ( K.N. Dulli Bj 82).

0:00 20km vor Stralsund:
Zweispurige Autobahn ist nur noch einspurig befahrbar. Alles voller Schneewehen, und die Freunde in blauweiß ließen uns passieren um dann hinterher zu fahren, FEIGLINGE.  Augen auf, Adrenalin hoch und dann weiter Richtung Insel.

0:30 Stralsund- Rügenbrücke:
Fahrzeug 2,70m hoch, Brücke weiß, Wind stark, keine Sau weit und breit zu sehen. Umkehren??  Kai Nesau gibt Gas, Brücke ist ja noch frei gegeben, also vertrau ich mal unserem System.  Außerdem geht die Heizung wieder!!! Kurze Zeit später stehen wir vor einer rotweißen Barke, die uns vermittelt:
Diese Straße ist gesperrt,
die Durchfahrt wird euch heut verwehrt.

Okay, Tom sagt, Umgehung des Problem: bitte links lang.

1:00 25km bis zum Ziel
Wir haben die Sperrung umfahren. Mit Heckantrieb eine Allee zu passieren, auf der das Kopfsteinpflaster immer wieder von halben Meter hohen Schneewehen unterbrochen wird, ist jetzt weniger lustig.

1:30 Ankunft in Bergen, noch 18 km bis zum Ziel, die Straße war weitesgehend frei, einzelne Verwehungen, die man aber noch gut umfahren konnte. Jetzt geht’s in die Pampa

1:50 Nach 5km absoluter Hölle wird erwogen, die Anfahrt abzubrechen. Straße ist mit bis zu 1m hohen Schneewehen verziert, durch den Sturm der um uns tobt, ist der pulverige Schnee ständige aufgewühlt und man sieht zeitweise nur noch 1-2 m weit.

2:15 13 km vorm Ziel
Nur die Harten kommen in Garten:-) Schneeketten drauf und weiter geht es, bin ja nicht aus Zucker.

3:00 3km vorm Ziel
Scheiss Idee, die nächsten 10km ist der Bulli durch die Schneewehen, wie ein deutscher Panzer durch die französische Abwehr gerollt. Bis 1m Höhe ist noch lustig, danach nur mit viel Schwung, was bei eingeschränkter Sicht ein gewisses Risiko mit sich bringt. Also vorsichtig fahren, und das führte dann mit lautem “Rumms” dazu, dass ich voll in einer Schneewehe hing. Die diversen Rettungsversuche haben meiner Kupplung locker mal 10 000 km mehr verpasst, Schneekette ist gerissen, keine Chance. Also warten auf Rettung.

3:20 Immer noch 3km bis zum Ziel
LKW taucht hinter uns auf, kommt nicht nah genug ran um uns rauszuziehen, und entscheidet sich rückwärts zurück zu fahren, und will sich um Hilfe kümmern.

3:45 Na?? Wer will raten?? à 3km vorm Ziel
LKW ist wieder da, kommt nicht mehr durch, Straße auch nach hinten zu. Dann halt Warten.

4:30  Position unverändert
Ich sehe Lichter
Radlader mit Schneepflug schiebt sich zu uns durch, erst LKW geborgen, dann den Bulli aus dem Schnee gezogen, JUHU wir sind gerettet. Der Radlader muss in die gleiche Richtung und will vorfahren und den Weg frei schieben.

5:00 2,5 km bis zum Ziel, ich will mich betrinken.
Der Radlader gibt auf, bis zu 2m hohe Schneeverwehungen machen ein Durchkommen unmöglich.
Wir stellen uns neben eine alte Halle in den Windschatten, und warten auf den Radlader, der will mit Baggerschaufel wieder kommen. Um uns tobt ein richtiger Sturm, man sieht fast nichts.

6:00 2,5 km bis zum Ziel, ich will mich unbedingt betrinken!
Ich bin ja wirklich froh, dass ich den Katalytofen gekauft habe, so frieren wir wenigstens nicht, und da der Windschatten uns nur vor Schnee, aber nicht vor Wind schützt, ist bei leicht geöffnetem Fenster für reichlich Luftaustausch gesorgt. Nur beim Pinkeln, hat man echt Angst, dass einem gewissen Körperteile abfrieren, aber ich bin froh keine Frau zu sein, die haben es da ja noch schwerer :-)

9:00 Position unverändert, Pegel unverändert, ich WILL JETZT ALKOHOL!!
Keine Rettung in Sicht.
Straße links runter: SCHNEEWEHEN.
Straße recht runter: SCHNEEWEHEN.
Ich gebe es ja nicht gerne zu, aber wir sind am Arsch. Ich gebe auf, Vatter Frost du hast gewonnen!!
Schweren Herzens wird also 112 angerufen und freundlichst um Rettung gebeten.

10:00 Position unverändert, Ich glaube ich bin Alkoholiker ;-)

Die Halluzinationen, ausgelöst durch den unerfüllten Wunsch dieser Scheisse durch ein gepflegtes Dlilirium zeitweise zu entfliehen, entpuppen sich als echte Menschen.
Ich hab mich noch nie so gefreut einen Feuerwehrmann zu sehen!! Die freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen ist zur Rettung ausgerückt. Ein Bauer hat mit Trecker und Schneepflug eine Schneise über Straßen und Felder geschoben, und die Feuerwehr ist im Magirus Deutz hinterher. Bulli musste stehen bleiben, wir durften das nötigste an Klamotten und Nahrungsmitteln einpacken. Kalua und Wodka wurden zum Glück stillschweigend geduldet :-) DANKE

11:00 0 KM bis zum Ziel
Nach holperiger Fahrt über die Äcker Rügens sind wir endlich da. Ab in die Hütte und als erste Maßnahme einen Russen gezaubert. Juhu wir leben noch. Ich fühle mich gut!

Im weiteren Verlauf konnten wir am Abend das Auto bergen, und einkaufen fahren. Der FFW wurde zur gestrigen Weihnachtsfeier eine Kiste Bier und Pulle Korn überreicht, die Jungs muss man sich ja warm halten.

Da der Wetterbericht wieder von Schneewehen, Glatteis und Sturm spricht haben wir unsere Abreise auf Morgen verschoben, man muss sein Glück ja nicht überstrapazieren!

Ode an Herri


Donnerstag, Oktober 7th, 2010

Was brauch der Mensch bloß zum Genuss,

ein kühles Bier das ist ein Muss.

Es darf leicht schäumen und muss perlen,

dann schmeckt es Frauen und den Kerlen.

Geselligkeit beim Gerstensaft,

in froher Runde, hat die Kraft

Erholsamkeit, Freude und Witzeln,

aus den Menschen heraus zu kitzeln.

Doch bei der Wahl des Bier Getränk,

bedenket wohl was ihr einschenkt.

Für mich gibt es nur noch das eine,

frisch gebraut hier an der Leine.

Ob Weizen, Icebeer, Pils, Export.

Geschmack aus meinem Heimatort.

Den Rest trinken doch nur Banausen,

mein Bier kommt aus Herrenhausen.

Sommer vorbei, Slam geht los


Mittwoch, September 29th, 2010

Nachdem ich meinen Sommer Urlaub unfreiwillig abgebrochen habe, und die Hitze des August ganz gut überstanden, geht es jetzt wieder auf  die Slam Bühnen meines Vaterlandes.

Die Anfänge sind schon gemacht und die ersten Auswärtstermine stehen auch vor der Tür.

Fester Vorsatz für die nächsten Monate: diesen Blog pflegen.

Werde in den nächsten Tagen mal einige Texte, Fotos und Artikel hochladen.

In diesem Sinne

WERDET DICHTER

Gruß Kai

Kai on Tour- Urlaub im Osten Tag 1-5


Freitag, Juli 16th, 2010

Moin,
nachdem mein Urlaubstagebuch ( für alle ab Jahrgang 1990, so nannte man früher die Blogs ) vom letzten Sommer recht gut ankam und irgendwie auch Grundlage war mein geistigen Irrungen öffentlich zu machen, hier nun Sommer 2010.

Vor dem Urlaub:
Ruhe und Entspannung, kaum zu tun auf der Arbeit und warum?
FESTPLATTEN CRASH der Super Gau und natürlich alles drauf, Arbeitsdaten, Kundendaten, Fotos, Texte, mein Leben.
No Risk no Fun, ich fahr nen Bulli ohne Airbag wer braucht da schon ne Datensicherung? Jetzt freut sich eine Spezialfirma mit Labor aus Hannover, die gerade damit beschäftigt ist die Daten von der Platte zu kratzen. Hardwareschaden ist teuer, Kostenvoranschlag 800 Tacken. Olé.
Man merke: Datensicherung im Labor 800 Euro, externe Festplatte 100 Euro, externe Datensicherung 0 Euro, das alles rechtzeitig beherzigen unbezahlbar.

Im Urlaub:
1. Tag Montag der 12.7.2010 WM vorbei 35 Grad im Schatten, ab in den Heidepark.
Wenn Menschen im Kolossos sitzen,
und vor allem von der Hitze Schwitzen,
man sich ein kühles Plätzchen sucht,
ab geht’s in die Piratenbucht.

Scheiss auf Achterbahn, wenn kleine Piratenschiffe durch ein Becken fahren bewaffnet mit 8 Wasserkanonen hinter denen Kinder sowie Väter eine Mordsvergnügen haben, wenn sie die ebenfalls mit Wasserkanonen ausgestatteten Gäste um das Becken nass machen dürfen. Wie Geil, wir sind gleich zweimal rein, und patschnass wieder raus.

2. Tag
Ab nach Dresden, nach schnell den Piratenkaptain Maik in Magdeburg rausgeschmissen und dann tief in die Zone.
Abends gab es dann kulturelles Katzenfutter inklusiv exzessivem Tannenzäpfle trinken.
Zwischen den Nachfolgenden White Russian muss ich dann irgendwann gegen 2 Uhr nach in Helmstedt angerufen haben, es war wohl nur die Mailbox dran. Laut Aussage des Besitzers hätte ich mich abfällig über den Dresdener Dialekt geäußert.
An dieser Stelle muss ich mich entschuldigen: Sorry Dominik, war echt spät, aber ich wusste du warst noch wach.
An alle Dresdener: Wir sprechen wie ihr schreibt!!!! Aber eure Alt- und Neustadt ist schöner, nehmt es sportlich.

3+ 4 Tag Dresden- Brandburg-Spreewald- Frankfurt/Oder-Usedom
Hitze.
Entschluss gefasst, Sucht ist zu groß.
Ab in einen Mediamarkt, ich brauch was zum Schreiben und Surfen. Jetzt stolzer Besitzer eines Netbooks.
Noch mehr Hitze.
Ich muss hier raus.
Ab ins Auto, und Richtung Meer.
Und dann ging’s durch Brandenburg.

Brandenburg du Perle unseres Landes, du Zuflucht zwischen Oder und Zivilisation.
3 Dinge fallen mir zu Brandenburg ein:
1. Es gibt mehr Blitzer als Arbeitsplätze
2. Frankfurt Oder ist die hässlichste Stadt die ich je gesehen habe.
3. Das schönste in Brandenburg ist: Berlin und der Spreewald
Den Rest hat Rainald Grebe schon treffend beschrieben.
Wer mich vom Gegenteil überzeugen möchte, schickt bitte eine aussagekräftige Bewerbung an: da-wohnt-freiwillig-kei@nesau.de

Nach Tag 3 dann abends die Erkenntnis: Kapitalismus welcome.
Irgendein Campinplatz am See:
Wohnmobilplätze ohne Strom, also direkt auf den Platz.
Baden nur bis 20 Uhr.
Toiletten gesperrt von 11-13 Uhr wegen Reinigung. Unterschrift: nur im Notfall benutzen
Strom nach 2 Stunden wech, keiner mehr an der Rezeption, trotzdem voll gezahlt. Mach ich doch gerne, war schließlich nachts trotzdem Baden, und wenn ich nicht um 11 schon wech gewesen wäre, hätte ich euch noch nen Notfallhaufen extra dagelassen.

Tag 4 Abends:
Ziel 1 erreicht Usedom:
Parkplatz in Strandnähe gefunden. Abends Shisha und Mücken.

Tag 5 16.7.2010 morgens:
Morgens am Strandparkplatz: Typ mit T-Shirt auf dem in übergroßen Lettern steht: ORDNUNGSAMT. “Hier bitte nicht parken, Wohnmobile einen weiter, aber ich sehe sie haben schon ein Parkticket gelöst, das gilt da auch” Parkticket??? Hab ich im Suff noch eins gelöst?? Blick nach vorn, kein Ticket. Das erklärt auch die übergroße Beschriftung auf dem Shirt. Bleibt noch eine Frage: wo war die Kamera von “Achtung Kontrolle”

Mittags:
Ich sitze auf dem Schicksalsberg und schau nach Mordor. Naja fast, das Ding heißt Glaubensberg und ich sehe Polen.
Netbook läuft, Suppe den Rücken runter und die nächsten Einträge im Blog werden poetische weil es keine Zusammenfassung von 5 Tagen sein werden. Fotos gibt es dann auch. Verbindungskabel liegt grad im Auto.
Bis denne
Schwitz, Schwitz.

WM Lyrik


Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Das original von Schiller ist um einiges länger ;-)

Das Lied von der Vuvuzela

©Kai Nesau

Festgemauert in den Erden,
steht der Sieg für unser Land.
Ja, Weltmeisters woll´n wir werden.
Fahnen schwenken in der Hand.
Von der Ferne heiß,
höre ich nur Scheiss.
Lautes Dröhnen, kann´s nicht loben,
Kommt von hinten, unten, oben.

Den Titel wollen wir bereiten,
und hierzu singen deutsches Wort,
und musikalisches es begleiten,
doch ist der Rhythmus leider fort.
So lasst uns doch genau betrachten,
woher denn dieser Lärm entspringt.
Man kann die Quelle nur verachten,
die uns diesen Krach einbringt.
Was ist es, das uns verunzieret?
Und bringt uns fast um den Verstand,
dass man so richtig Wut verspürend:
die Vuvuzela in der Hand.

Blieb sie doch bei eurem Stamme,
nicht ins Stadion, lasst es sein.
Sonst stehn sie bald all in Flamme,
man lässt sie mehr nicht hinein.
Vuvuzels schlagt zu Brei,
schnell den Fangesang herbei.
Dass die dröhnend laute Scheise,
werde endlich wieder leise.