Kai on Tour- Urlaub im Osten Tag 1-5
Freitag, Juli 16th, 2010
Moin,
nachdem mein Urlaubstagebuch ( für alle ab Jahrgang 1990, so nannte man früher die Blogs ) vom letzten Sommer recht gut ankam und irgendwie auch Grundlage war mein geistigen Irrungen öffentlich zu machen, hier nun Sommer 2010.
Vor dem Urlaub:
Ruhe und Entspannung, kaum zu tun auf der Arbeit und warum?
FESTPLATTEN CRASH der Super Gau und natürlich alles drauf, Arbeitsdaten, Kundendaten, Fotos, Texte, mein Leben.
No Risk no Fun, ich fahr nen Bulli ohne Airbag wer braucht da schon ne Datensicherung? Jetzt freut sich eine Spezialfirma mit Labor aus Hannover, die gerade damit beschäftigt ist die Daten von der Platte zu kratzen. Hardwareschaden ist teuer, Kostenvoranschlag 800 Tacken. Olé.
Man merke: Datensicherung im Labor 800 Euro, externe Festplatte 100 Euro, externe Datensicherung 0 Euro, das alles rechtzeitig beherzigen unbezahlbar.
Im Urlaub:
1. Tag Montag der 12.7.2010 WM vorbei 35 Grad im Schatten, ab in den Heidepark.
Wenn Menschen im Kolossos sitzen,
und vor allem von der Hitze Schwitzen,
man sich ein kühles Plätzchen sucht,
ab geht’s in die Piratenbucht.
Scheiss auf Achterbahn, wenn kleine Piratenschiffe durch ein Becken fahren bewaffnet mit 8 Wasserkanonen hinter denen Kinder sowie Väter eine Mordsvergnügen haben, wenn sie die ebenfalls mit Wasserkanonen ausgestatteten Gäste um das Becken nass machen dürfen. Wie Geil, wir sind gleich zweimal rein, und patschnass wieder raus.
2. Tag
Ab nach Dresden, nach schnell den Piratenkaptain Maik in Magdeburg rausgeschmissen und dann tief in die Zone.
Abends gab es dann kulturelles Katzenfutter inklusiv exzessivem Tannenzäpfle trinken.
Zwischen den Nachfolgenden White Russian muss ich dann irgendwann gegen 2 Uhr nach in Helmstedt angerufen haben, es war wohl nur die Mailbox dran. Laut Aussage des Besitzers hätte ich mich abfällig über den Dresdener Dialekt geäußert.
An dieser Stelle muss ich mich entschuldigen: Sorry Dominik, war echt spät, aber ich wusste du warst noch wach.
An alle Dresdener: Wir sprechen wie ihr schreibt!!!! Aber eure Alt- und Neustadt ist schöner, nehmt es sportlich.
3+ 4 Tag Dresden- Brandburg-Spreewald- Frankfurt/Oder-Usedom
Hitze.
Entschluss gefasst, Sucht ist zu groß.
Ab in einen Mediamarkt, ich brauch was zum Schreiben und Surfen. Jetzt stolzer Besitzer eines Netbooks.
Noch mehr Hitze.
Ich muss hier raus.
Ab ins Auto, und Richtung Meer.
Und dann ging’s durch Brandenburg.
Brandenburg du Perle unseres Landes, du Zuflucht zwischen Oder und Zivilisation.
3 Dinge fallen mir zu Brandenburg ein:
1. Es gibt mehr Blitzer als Arbeitsplätze
2. Frankfurt Oder ist die hässlichste Stadt die ich je gesehen habe.
3. Das schönste in Brandenburg ist: Berlin und der Spreewald
Den Rest hat Rainald Grebe schon treffend beschrieben.
Wer mich vom Gegenteil überzeugen möchte, schickt bitte eine aussagekräftige Bewerbung an: da-wohnt-freiwillig-kei@nesau.de
Nach Tag 3 dann abends die Erkenntnis: Kapitalismus welcome.
Irgendein Campinplatz am See:
Wohnmobilplätze ohne Strom, also direkt auf den Platz.
Baden nur bis 20 Uhr.
Toiletten gesperrt von 11-13 Uhr wegen Reinigung. Unterschrift: nur im Notfall benutzen
Strom nach 2 Stunden wech, keiner mehr an der Rezeption, trotzdem voll gezahlt. Mach ich doch gerne, war schließlich nachts trotzdem Baden, und wenn ich nicht um 11 schon wech gewesen wäre, hätte ich euch noch nen Notfallhaufen extra dagelassen.
Tag 4 Abends:
Ziel 1 erreicht Usedom:
Parkplatz in Strandnähe gefunden. Abends Shisha und Mücken.
Tag 5 16.7.2010 morgens:
Morgens am Strandparkplatz: Typ mit T-Shirt auf dem in übergroßen Lettern steht: ORDNUNGSAMT. “Hier bitte nicht parken, Wohnmobile einen weiter, aber ich sehe sie haben schon ein Parkticket gelöst, das gilt da auch” Parkticket??? Hab ich im Suff noch eins gelöst?? Blick nach vorn, kein Ticket. Das erklärt auch die übergroße Beschriftung auf dem Shirt. Bleibt noch eine Frage: wo war die Kamera von “Achtung Kontrolle”
Mittags:
Ich sitze auf dem Schicksalsberg und schau nach Mordor. Naja fast, das Ding heißt Glaubensberg und ich sehe Polen.
Netbook läuft, Suppe den Rücken runter und die nächsten Einträge im Blog werden poetische weil es keine Zusammenfassung von 5 Tagen sein werden. Fotos gibt es dann auch. Verbindungskabel liegt grad im Auto.
Bis denne
Schwitz, Schwitz.